Grafik&Sound
Leider kommt man nicht drum herum was die Präsentation angeht, Other M mit der Prime Serie zu vergleichen. Kurz, Other M zieht den kürzeren. Aber nun der Reihe nach. Das neue Metroid wirkt wie aus einem Guss und gehört grafisch auch zu den besten Wii-Spielen. Vor allem die Effekte (Wasser, Geschosse, Explosionen) und Charaktermodelle (man muss sich nur Samus Modell ansehen) sehen klasse aus. Wo dagegen die Prime Serie deutlich die Nase vorn hat, ist die künstlerische Gestaltung. In Prime unterscheidet sich jeder Raum grafisch zum Teil deutlich voneinander. Überall lassen sich kleine Verzierungen an den Wänden erkennen, die Welt wirkt einfach organischer. Man könnte zwar jetzt entgegen werfen, dass Other M auf einer Raumstation spielt, trotzdem hat Prime was die Abwechslung angeht für das Auge mehr zu bieten. Aber das ist „Jammern“ auf hohem Niveau. Was dagegen wirklich störend auffällt ist der Soundtrack. Kenji Yamamoto zeichnete sich für den herausragenden Soundtrack von Super Metroid verantwortlich, auch bei der Prime Serie war er Federführend. Umso unverständlicher ist es, dass er bei Other M nicht zum Zuge kam. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen bekommt man keine bekannten Melodien zu hören. Das würde nicht weiter ins Gewicht fallen, wenn das Spiel einige neue tolle Kompositionen aufzuweisen hätte. Dem leider ist nicht so. Stattdessen wurde mehr Wert auf eine nahezu strukturlose Hintergrund Geräuschkulisse gelegt. Sie unterstützt zwar die Atmosphäre, trotzdem ist es verwunderlich, dass sie nicht nach und nach mit den typischen Trademarks eines Metroids Soundtrack ausgetauscht wurden, wie es bei den anderen Spielen der Fall ist. Ein guter Vergleich kann man mit der Eiswelt von Other M mit der Eiswelt aus Metroid Prime ziehen. Was gefällt euch besser?
Auch ein paar liebgewonnene Jingels haben nicht den Weg ins Spiel gefunden.

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