
Mit einem Jahr Verspätung erscheint der zeitexklusive Xbox 360 Titel nun auch für die Playstation 3.
Beginnt man das Spiel, wundert man sich gleich zu Beginn über eine komplett abwesende Story und Zwischensequenzen. Gleich zu Beginn also ein Kritikpunkt. Schade.
Ihr wählt vorerst aus fünf bekannten Charakteren der Serie die ihr in sechs unterschiedliche Areale schicken könnt. Soma Cruz, Jonathan Morris, Alucard, Shanoa Belnandes und Charlotte Aulin sind mit von der Partie.
Neben verschiedenen Outfits könnt ihr vor Spielbeginn auch aus bekannten Subweapons wählen. Peitschen, Schwerter und Äxte gepaart mit Weihwasser, Dolchen und Bibeln machen den Dämonen das Leben schwer.

Charakter ausgewählt, Waffen ausgewählt, los geht’s!
Castlevania Veteranen werden sicherlich im ersten Moment fragend auf den Bildschirm blicken sobald das Level geladen ist. Zwar folgt Harmony of Despair der „Metroidvania“ Formel mit langen aneinander hängenden Räumen, jedoch habt ihr den Überblick über alle Räume, Gegner und Schätze und könnt dabei beliebig rein und rauszoomen. In einem der vielen Räume wartet ein Bossgegner, den ihr aus vergangenen Castlevanias kennen solltet. Das Ziel ist es die Räume zu erkunden, Ausrüstungsgegenstände zu finden (ihr könnt in HoD nämlich nicht leveln) die euch stärker machen, Geld für Items und Waffen zu sammeln und zum Schluss den Boss zu vernichten. Das alles in einem knapp bemessenen Zeitlimit.

Gerade Heilitems werdet ihr dringend benötigen. Der letzte Castlevania Sprössling ist nämlich richtig schwer. Die Gegner stecken einiges ein und ziehen unachtsamen Spielern eine Menge HP ab.
Schnell wird klar, dass ohne Teamarbeit beziehungsweise überhaupt einen Mitspieler der Titel zum frustrierenden Zeitdruck wird. Schnell zum Boss rennen um Zeit zu sparen nützt genauso wenig, wie alles einzusammeln und dann zu wenig Zeit zu haben. Da das Leveln wegfällt, macht man auch nur durch das Einsammeln der Items wirklich Fortschritt. Denn im Statusbildschirm könnt ihr an fast jedes Körperteil Rüstungsstücke und Waffen ausrüsten.

Grafik , Sound und Multiplayer
Grafisch orientiert sich Harmony of Despair an den Playstation 1 und Nintendo DS Castlevanias.
Wirklich schön für das Auge ist es dennoch nicht. Zwar seht ihr die gesamte Karte und alle Gegner sind sichtbar und animiert, jedoch kann man sich auf den Powerkonsolen 360 und PS3 doch deutlich mehr vorstellen.
Auch der Soundtrack ist mehr Beiwerk als wirkliche Kunst.
Wie bereits erwähnt ist Castlevania Harmony of Despair ein Multiplayer Titel. Mit drei weiteren Freunden könnt ihr offline gemeinsam in die Schlacht ziehen und zusammenarbeiten. Online sogar mit fünf weiteren.
Ihr öffnet euch gegenseitig neue Wege und Abkürzungen oder besiegt Bossgegner.
Eine wirkliche Multiplayer Granate ist das Spiel jedoch nicht. Man wird ohne Zusammenhang in vorgefertigte Karten geworfen und hat nicht wirklich aufregende Aufgaben zu erfüllen.
Dem Titel fehlt einfach die Substanz als Stand Alone Titel. Vor allem für den Preis von gesalzenen 15,99 €. Als Beigabe eines vollwertigen Castlevania Titels wie Lords of Shadow oder Portrait of Ruins wäre der Titel sicherlich besser angekommen.
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