
Lange Zeit war es ruhig rund um Tim und Struppi im Videospielsektor gewesen. Das letzte Spiel rund um den jungen Reporter aus Belgien stammt aus dem Jahre 2001 und erschien über Infogrames auf der PlayStation. Der bekannteste Vertreter dürfte aber Tim in Tibet sein, welches Ende 1995 für SNES und Mega Drive erschien. Anlässlich des Kinofilmes „Die Abenteuer von Tim und Struppi-DasGeheimnis der Einhorn“, musste ein dazugehöriges Videospiel natürlich auch auf den Markt auf allen gängigen Plattformen erscheinen. Wir haben die Xbox 360-Fassung vorliegen und sie auf Herz und Nieren geprüft. Damit willkommen zum Test.
Nicht ganz nach der Vorlage
Der Film basiert zu großen Teilen auf dem 10. Comicband „Das Geheimnis der Einhorn“, der vom Schöpfer der Serie Hergê (1907-1983) 1943 fertig gestellt wurde. Für den Film wurden jedoch ein paar inhaltliche Änderungen vorgenommen. So trifft Tim hier zum ersten Mal auf den Kapitän Haddock, während die beiden in den Comics seit dem 7. Band Freunde sind. Den Film kann man also als eine Art Neuanfang ansehen. Das vorliegende Videospiel wiederum ist auch keine 1:1 Nacherzählung des Filmes. So fehlen im Storymodus manche Figuren, die im Film eine Rolle spielen. Sonderlich traurig ist dieser Umstand aber nicht. Das Abenteuer beginnt auf einem Marktplatz und Tim entscheidet sich bei einem Antiquitätenhändler eine Karavelle (Schiffsbautyp aus dem 16. Jahrhundert) zu kaufen. Schon während des Kaufs, tritt eine zwielichtigeGestalt neben Tim und bietet ebenfalls vehement für das unscheinbare Schiff. Da der Reporter jedoch schneller war, erhält er den Vorzug. Da Tim ein ausgefuchstes Kerlchen ist, kommt es ihm gleich suspekt vor, weshalb das Teil so begehrt ist. Und siehe da, bei näherer Betrachtung entdeckt er ein Geheimfach und findet dort drinnen eine Karte. So startet das Abenteuer und nach nicht allzu langer Spielzeit trifft Tim das erste Mal auf Kapitän Haddock, dem grimmigen Seemann, der bei der Suche der Einhorn und dem verborgenen Schatz eine entscheidende Rolle spielt.

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