Die Grafik, die an Zelda-The Minish Cap erinnert, ist noch ganz brauchbar, auch wenn das Leveldesign dem Baukasten entsprungen zu sein scheint. Dabei ist es völlig egal, ob man nun im Grünen, in der Wüste, oder im Schnee unterwegs ist, die Gegner sind immer die gleichen und sind vollkommen unpassend zur Umgebung. Die Musikuntermalung läuft in der Dauerrotation und hat dadurch nach längerer Zeit ‚auf-den-Sack-geh-Potential‘. Die meisten Umwege in Sackgassen könnt ihr euch gänzlich ersparen, es gibt einfach so gut wie nix zu entdecken. Auch die Sidequests, die ihr von den Dorfbewohner erhaltet, sind immer nach dem gleichen Schema, sammel dies, oder besiege jene Gegner, gestrickt.
Der allergrößte Kritikpunkt an diesem Spiel ist jedoch das völlig verkorkste Balancing. Das hätte doch jedem Tester, jedem, der es spielt, auffallen müssen. Grundlegend erhaltet ihr zu wenig Erfahrungspunkte, kommt ihr in neues Gebiet sind eure Gegner ein paar Level voraus. Damit kann man sich ja noch durch Heilitems etc. arrangieren, aber im letzten Drittel des Spieles wird es absurd. Ihr seid auf Level 70 und erhaltet dann Gegenstände die erst ab Level 80 oder höher getragen werden können. Hallo geht’s noch? Selbst durch das Buff-Item mit dem man die doppelte Exp erhält, lässt sich das nicht ausgleichen, da die Gegner einfach zu wenig Exp hinterlassen und so frisst das Aufleveln viel unnötige Zeit. Ach ja, Gegner sind immer massig vorhanden, da sie nach wenigen Augenblicken wieder erscheinen…Kaum habt ihr die Wand aus Gegnern vor euch erledigt, sind hinter euch wieder neue aufgetaucht. Seid ihr einmal umzingelt ist es schwer, da wieder rauszukommen. Trotz Spezialattacken, die eure Feinde von euch wegstoßen, reichen wenige Attacken eurer Gegner aus und ihr lasst ein Leben. Klar, Wiederbelungstränke gibt es, kosten aber ein Schweinegeld, dumm wenn gerade letzteres zu wenig vorhanden ist. Allein das Item für die doppelte Exp kostet 18.000 Münzen. Anders als in anderen Spielen steckt ihr mehrere Treffer auf einmal ein und nicht einen, um dann für eine Sekunde unverwundbar zu sein, um sich eventuell in Sicherheit zu begeben. Noch ein Beispiel für die Unausgewogenheit? Die Levelendbosse sind im Vergleich zur Stärke der Gegner ein Witz. Ein paar Schläge und sie sind Geschichte.

Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir auf, das die 8 Euro völlig für die Katz gewesen sind. Knapp 20 Stunden in das Spiel investiert und im letzten Dungeon hatte ich aufgrund weiterer unfairer Stellen schlicht und ergreifend die Schnauze voll, Bodenplatten mit Lava die über 300 HP abziehen, Böden in denen Stacheln verankert sind, töten euch gleich und dann noch diese garstigen Feuersäulen, die in den vier Himmelsrichtungen Feuer versprühen, die ebenfalls satte Punkte abziehen. Wäre alles kein Problem, wenn einem nicht 20 Säulen gegenüberstehen würden, samt anderer Gegner. Ich kann nur sagen, wer beim Lesen von Tests im Internet an wunderbare Vertreter wie Secret of Mana oder Terranigma denkt, kommt schnell auf den Boden der Tatsachen zurück, so wie ich.
Kurzes Fazit, Finger weg!
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