10 Jahre alte Technik in neuem Gewand
343 Industries und die Microsoft Studios haben an der angestaubten Engine einiges verbessert.
Die Charaktermodelle verfügen über mehr Polygone und die Texturen sind schärfer und höher aufgelöst. Auch die Weitsicht und die Framerate haben enorm von dem Facelift profitiert.
Viele Bereiche erkennt man im neuen Gewand kaum wieder. Waren im Original 3 Sträucher und brauner Boden der Grund für das Gefühl mitten in der Wüste zu stehen, steht Ihr im Remake plötzlich mitten in einem Wald.
Natürlich reden wir hier dennoch nicht von einem Next Gen Spiel, sondern lediglich von einer Verschönerung einer alten Engine. Man sieht dem Spiel nach wie vor an, dass es zumindest optisch zum alten Eisen gehört. Gerade beim oft auftretenden Treppchen-Effekt wird dies leider sichtbar.
Wer den Vergleich zwischen der alten und neuen Engine ziehen möchte, braucht hierbei nur die Back-Taste zu drücken. Der Bildschirm wird anschließend für ca. 3 Sekunden schwarz und erstrahlt in altem oder neuen Glanz.
Neben der Grafik hat Microsoft auch den Sound überarbeitet.
Der Soundtrack wurde komplett neu eingespielt und endlich bekommen wir zusätzlich auch eine englische Sprachausgabe.
Halo mag Microsofts Goldesel sein, wieso man aber solch eine desaströse und dilettantische deutsche Synchro hat durchgehen lassen und das über all die Jahre hinweg versteht wohl niemand so richtig.
Umso erfreulicher ist es die dunkle Stimme des Master Chiefs zu hören, sowie die amüsanten Quietschlaute der fliehenden Grunts.
Mutliplayer und mehr
Wem die vier Schwierigkeitsgrade Einfach, Normal, Heroic und Legendär zu einfach sind, kann die in den Leveln verstreuten Totenschädel einsammeln, die das Spiel nochmals verändern (Gegner halten doppelt soviel aus, begrenzte Munition ect).
Wer die Wartezeit auf Halo 4 kaum aushält, kann zudem die Terminals suchen, die kleine Videos zum Start der neuen Trilogie preisgeben.
Neben der Singleplayer Kampagne war in jedem Halo der Multiplayer ein Muss.
In Halo AE könnt ihr zusammen mit Halo Reach Besitzern (vorausgesetzt diese haben das 1200 MS Points teure Kartenpack gekauft) online antreten.
Alle bekannten Modi sind vertreten. Leider bietet die Anniversary Edition im Vergleich zum Original Halo nur die Hälfte an Spielkarten. Waren es im Erstling noch zwölf sind es nun noch sechs.
Wer einen 3D Fernseher besitzt, kann sich über den 3D Support freuen, der wirklich gelungen ist aber aufgrund der nicht ganz zeitgemäßen Grafik nicht ansatzweiße so beeindruckend ist, wie bei Uncharted 3 oder Batman Arkham City. Kinect Besitzer freuen sich über „nette“ Zugaben. Mittels Sprachbefehl lassen sich Granaten werfen, oder Gegner einscannen die Metroid ähnlich verzeichnet werden und die man sich dann in der Bibliothek ansehen kann.
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Fazit |
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Was soll man sagen. Halo hat damals den Weg geebnet für die Spielweise der Neuzeit-Egoshooter.
Das Leveldesign ist im Laufe der letzten zehn Jahre eher schlecht gealtert.
Endlose Schlauchlevel können auf Dauer wirklich eintönig werden.
Aufgrund der großartigen Gegner KI und der großen Waffenauswahl machen die Feuergefechte aber nach wie vor Spaß. Das Wechseln zwischen alter und neuer Grafik ist immer wieder gu,t um euch selbst zum Staunen zu bringen und festzustellen wie weit sich die Technik doch entwickelt hat in den letzten zehn Jahren.
Fans sind mit dem Titel sicher bestens bedient und genauso auch Neulinge, die die ewigen Call of Duty Abklatsche satt haben.
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